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Präsentation: Sherlock Holmes - Crimes and Punishment

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Präsentation: Sherlock Holmes - Crimes and Punishment
Vom: 25.01.2013


Anlässlich einer Präsentation der neuesten Titel von Focus hat der deutsche Vertriebspartner Koch Media zu sich nach München eingeladen. Neben dem Portal-inspirierten Mag Runner, dem Strategiespiel War Game und dem Action-RPG Mars: War Logs wurden auch noch zwei neue, bisher geheime Titel vorgestellt. Einer davon war schließlich auch der eigentliche Grund, warum wir ebenfalls nach München eingeladen wurden: Der neueste Sherlock Holmes von Frogwares.

Verbrechen und Bestrafungen

Sherlock Holmes: Crimes & Punishments heißt das nächste Abenteuer des britischen Meisterdetektivs im englischen Original. Was wir zu sehen bekamen war ein kurzer Ausschnitt aus einer noch frühen Fassung, welche aber bereits schon einen sehr ordentlichen Eindruck machte. Crimes & Punishments basiert auf der Kurzgeschichtensammlung „Die Rückkehr des Sherlock Holmes“ von Arthur Conan Doyle. Dabei schlüpft der Spieler in die Rolle des Sherlock persönlich und muss im Verlauf des Spiels insgesamt acht verschiedene Fälle lösen, die zunächst unabhängig voneinander erscheinen, aber doch irgendwie zusammenhängen sollen.


Es gilt unter anderem einen Mord aufzuklären.

Gewohntes Bild

Auf den ersten Blick wirkt alles wie in Das Testament des Sherlock Holmes. Wie gehabt kann der Spieler jederzeit zwischen verschiedenen Ansichten wechseln und somit entweder in Third-Person-Sicht oder Egoperspektive die Umgebungen erkunden. Wieder mit dabei ist das Deduction Board, auf dem man die gefundenen Indizien zu Theorien zusammenfügt. Auch die bekannten Minigames/Logikrätsel sollen wieder auftauchen, allerdings sollen es weniger sein als bisher, dafür das Spiel an sich wieder etwas herausfordernder.

Das wird Konsequenzen haben

Und hier kommt die interessanteste Neuerung des Titels ins Spiel. So hat der Spieler deutlich mehr Freiheiten beim Abschluss der Fälle und muss zunächst selbst die richtigen Schlussfolgerungen ziehen und dann entscheiden, wie er mit diesen Informationen umgeht. So steht es dem Spieler frei, ob er den Verbrecher bei der Polizei meldet oder ob man es für sich behält. Als Beispiel dient hier der erste Fall: Sherlock muss den Tod eines Lords aufklären. Waren es wirklich die Vandalen, die in das Haus eingedrungen sind, wie es die Ehefrau und die Bedienstete berichten? Oder passen die Aussagen nicht mit den gefundenen Indizien am Tatort zusammen, so dass der Detektiv stattdessen die Ehefrau verdächtigt. In diesem Fall könnte der Spieler wiederum abwägen, ob es ein Unfall war, oder ob die Frau den Mord lange im Voraus geplant und kaltblütig umgesetzt hat. Wenn es ein Unfall war, warum dann die Frau ins Gefängnis werfen lassen? Diese Entscheidungen sollen sich übrigens nicht nur in irgendeiner Statistik wiederspiegeln, sondern auch spielerische Auswirkungen im weiteren Verlauf des Abenteuers haben. Beschuldigt Sherlock den Falschen, kann er so seinen Ruf ruinieren, lässt er die Frau laufen, weil es ein Unfall war, könnte sie ihm später zur Hilfe kommen. Wie die Auflösung des Falles tatsächlich aussieht, wurde uns nicht verraten. Dieses Beispiel soll nur die möglichen Konsequenzen bestimmter Entscheidungen verdeutlichen. Außerdem soll es insgesamt bis zu 12 verschiedene Enden für das Spiel geben.


Der neue Holmes.

Neue Engine

Auch technisch hat sich etwas getan im Frogwares-Lager. Die noch für Das Testament des Sherlock Holmes verwendete, eigene Engine wurde für Crimes & Punishment durch die Unreal Engine 3 ersetzt, was sich in einem nochmals gestiegenen Detailreichtum in der Szenerie, neuen Lichteffekten und allgemein höherer Grafikqualität zeigt. Sicherlich hat auch die schwache Konsolenperformenace der eigenen Engine zu dieser Entscheidung beigetragen. Nicht nur die Grafik hat ein Facelift erhalten, sondern auch Sherlock Holmes selbst. Basierte sein Erscheinungsbild bisher auf den Sherlock-Filmen der 60er Jahre, so ist er im neuesten Abenteuer mit deutlich mehr Ecken und Kanten dargestellt.


Die neuen Lichteffekte.

Vielversprechend

Alles in allem wirkte das Spiel bei der Präsentation sehr vielversprechend, vor allem das Feature der moralischen Entscheidungen und der mehr oder weniger direkten Konsequenzen für den Spieler könnte den Wiederspielwert des Titels deutlich erhöhen, wenn es gut umgesetzt wird. Geplant ist das Spiel bereits für Ende des Jahres.


Axel Kothe