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Legacy: Dark Shadows

Vorschau

von  Jan "DasJan" Schneider
29.03.2004
Legacy: Dark Shadows
Aus Kroatien kommt demnächst ein 2.5D Adventure, das Elemente von Science Fiction, Weltkriegs-Fantasy und Horror mit ungewöhnlichen Spielercharakteren und einer Geschichte mischt, die sich über mehr als 200 Jahre erstreckt.

Es war einmal...

Die komplexe Geschichte von Legacy beginnt noch vor dem zweiten Weltkrieg, als japanische Wissenschaftler eine Substanz entwickeln wollen, die den Alterungsprozess beim Menschen aufhalten kann. Leider geht dabei etwas schief und statt Menschen jung zu halten, tötet die Chemikalie sie. Im Jahr 1941 tobt der zweite Weltkrieg, als der russische Journalist Jevgenij Borisov eine auffällige Holzkiste bei einem abgestürzten Flugzeug findet. Erst 35 Jahre später gelingt es ihm, die Akten, die er darin gefunden hat, zu verstehen. Es sind die Dokumente, welche den japanischen Jungbrunnen beschreiben. Er findet den Fehler darin, synthetisiert die Chemikalie und spritzt sie sich selber.
Von nun an täuscht er alle 30 Jahre seinen eigenen Tod vor und gibt sich als sein eigener Erbe aus, um nicht zu viel Aufsehen zu erregen. Borisov ist besessen von dem Gedanken an sein ewiges Leben und nutzt seine Zeit, um ein weltweites Geschäftsimperium aufzubauen. Außerdem schließt er Verträge ab über die Besiedelung des Weltraums, die er im 21. Jahrhundert in die Hand nimmt. Da ihm die ewige Jugend aber doch etwas sehr zu Kopf steigt, lässt er außerdem seine eigene Armee von bionischen Roboter-Soldaten bauen, die für ihn die Erde erobern sollen.
An dieser Stelle kommt Ren Silver, die weibliche Heldin von Legacy, ins Spiel. Bevor sie als Privatdetektivin zu arbeiten anfing, musste sie viel durchmachen: Ihre Mutter wurde erschossen, im gleichen Jahr wurde sie vergewaltigt und landete für 2 Jahre in einer Nervenklinik. Im Jahr 2138 hat sie sich erholt, auch wenn ihr Charakter von diesen Ereignissen stark beeinflusst wurde (sie ist wohl die erste lesbische Adventure-Heldin). Als eine der besten Detektive der Agency, bei der sie arbeitet, bekommt sie ihren wohl schwersten Auftrag...

Hohe Ziele

Das unbekannte kroatische Team Razbor hat sich mit ihrem Projekt hohe Ziele gesetzt. Über 230 Szenen in 12 Locations erzählen die komplexe Geschichte, die sich von alten Ruinen auf der Erde über futuristische Cyberpunk-Gebäude der Zukunft bis hin zu exotischen Orten wie Marskolonien oder Asteroiden in den äußeren Regionen des Sonnensystems erstreckt. Über 25 vorgerenderte Zwischensequenzen bringen dabei das Spielgeschehen voran.
Technisch wird die in den letzten Jahren häufig verwendete 2.5D-Technik mit vorgerenderten Hintergründen (1024x768) und Echtzeit-3D-Charakteren (mit bis zu 10000 Polygonen) verwendet. Dynamische Lichtquellen gehören ebenso zu den Effekten wie Regen, Rauch und Schatten.
Spielerisch baut Legacy als klassisches Point & Click Adventure voll auf die Geschichte, Dialoge und Rätsel. Dazu befinden sich über 25 Charaktere, 2 Stunden Sprachausgabe und fast 100 Objekte im Spiel. Daneben wird es auch wie in vielen anderen Adventures Mini-Spiele zu bestehen geben, die auf Klassikern wie Pipe oder (wie sollte es anders sein) Sokoban aufbauen. Einige Spielabschnitte sollen auch aus der Egoperspektive gespielt werden.

Überraschungs-Hit?

Ein Moment of Silence können wir sicher nicht von Razbor erwarten. Vielleicht wird das Adventure-Debüt aus Kroatien aber dennoch einige positiv überraschen, wenn das ambitionierte Projekt tatsächlich das hält, was es verspricht. Wir sind gespannt und werden das Spiel so bald wie möglich ausgiebig testen.

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Sieht gut aus