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Uru - Ersteindruck

Vorschau

von  Jan "DasJan" Schneider
11.11.2003
Uru - Ersteindruck
Am kommenden Montag steht es endlich in den Läden: Uru – Ages Beyond Myst ist wohl der gewagteste Schritt der Myst-Macher, seit das erfolgreiche Ego-Adventure vor 10 Jahren auf den Markt kam. Zeitgleich wagt Cyan Worlds den Schritt zu Echtzeit-3D und die Erschaffung des ersten, vollwertigen Online-Adventures. Wir werden dem Projekt in Kürze ausführlichst testen. Für diejenigen, die seit dem ersten Verkaufsstart Teil von Uru sein wollen, gibt es an dieser Stelle schon mal unsere ersten Eindrücke von der Presseversion, die uns in dieser Woche geschickt wurde.

Noch immer ungeklärt scheint die Frage, wie man ein 3D-Adventure am besten steuert. Baphomets Fluch 3 setzt auf eine direkte Steuerung per Gamepad und The Westerner spielt sich wie klassisches Point and Click. Uru dagegen setzt standardmäßig auf eine direkte Maussteuerung, die zwar ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig ist, nach einer gewissen Einarbeitungszeit aber gut zu funktionieren scheint. Zwischen Egoperspektive und dritter Person kann umgeschaltet werden – in engen Räumlichkeiten erreicht man mit ersterer besser die Ecken, ansonsten bietet die Außenperspektive den besseren Überblick. An einigen Stellen schwenkt die Kamera auch vom Spieler weg und positioniert sich an einer festen Position.

Um wirklich in die Spielwelt zu versinken, muss man sich schon etwas mit dem Spiel beschäftigen. Das System der verschiedenen Buchtypen, dem ungewöhnlichen Speicherprinzip, das mit den Büchern zusammenhängt, die Mythologie der D’Ni, die Myst-typischen fast poetischen Anweisungen, was zu tun ist (wenn es überhaupt Anweisungen gibt) und erst recht das völlig neuartige Online-System – Uru ist einfach zu ungewöhnlich, als das man sich unmittelbar wie zu Hause fühlt. Lässt man sich jedoch darauf ein, stellt sich durch die atmosphärische Musik und die beeindruckende Grafik bald das klassische Myst-Gefühl ein. Uru gehört eindeutig zu dieser Serie und bricht trotz dramatischen Neuerungen nicht mit der Tradition.

Keinen perfekten Eindruck machte auf den ersten Blick die Lokalisation. In Kürze werden wir das Spiel in einem ausführlichen Test aber genau unter die Lupe nehmen und alle Schwächen gnadenlos aufdecken. Bis dahin sehen wir uns vielleicht ja schon online. Bis dann, in der Welt der D’Ni...

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Sieht gut aus