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Myst V: End of Ages

Vorschau

von  Jan "DasJan" Schneider
28.08.2005
Myst V: End of Ages
Keine andere Serie scheint die Adventure-Gemeinde so zu spalten wie Myst. Man liebt Myst oder man hasst es, dazwischen scheint es nicht viel zu geben. Nach etwa 12 Jahren soll jetzt, am 22. September, die Myst-Saga ihren Abschluss finden, denn laut Ankündigung wird der fünfte "echte" Teil der Serie auch der letzte werden. Auf der Games Convention hat uns Producerin Ashley Bushore einige Einblicke in "End of Ages" gewährt.

Ziel des Spiels

Kern des Spiels bilden vier Steintafeln, die der Spieler durch vier verschiedene Zeitalter transportieren muss. Das ist nicht ganz unproblematisch, da verschiedenartige Hindernisse dem im Weg stehen. So kann man zum Beispiel mit einer Steintafel in der Hand keine Leitern raufklettern. Die Tafeln können aber auch beim Lösen von Rätseln helfen: In den Zeitaltern findet man Symbole, die auf die Tafel geritzt werden können. Legt man diese dann auf den Boden, so erscheinen Bahro, seltsame Kreaturen, die die Steintafeln lesen und je nach Symbol die Welt manipulieren. Ein Symbol löst so zum Beispiel Regen aus, der wiederum bei einem Rätsel helfen kann.

Mehr Myst als Uru

Auch wenn Myst V optisch zunächst an Uru erinnert, was an derselben 3D-Engine liegt, wirkt es spielerisch mehr wie einer der Vorgänger aus der Myst-serie. Schon bei der Steuerung gehen die Entwickler zurück zu den Wurzeln, denn man kann sich klassisch von Stelle zu Stelle klicken. Eine freie Shootersteuerung ist aber auch eingebaut, allerdings wird auch da anders als in Uru aus der Egoperspektive gespielt. Springen kann man gar nicht, Geschicklichkeitseinlagen wie in Uru sind also nicht zu erwarten.
Durch den Wechsel zu einer Echtzeit-3D-Umgebung fallen die abgefilmten Schauspieler weg, die immer ein Markenzeichen der Serie waren. Deshalb ist es schön zu sehen, wie realistisch die neuen 3D-Charaktere wirken. Dank Motion Capturing sind ihre Bewegungen lebensecht und eine Physikengine sorgt dafür, dass die Gewänder angemessen umherbaumeln. Die Gesichter wurden von Schauspielern abgefilmt und anschließend auf die 3D-Figuren projiziert. Ashley Bushore hat uns versichert, dass man sogar sehen könnte, wie sich die Augen hin- und herbewegen, weil sie die langen Texte ablesen, wenn man nah genug an die anderen Charaktere herankäme.

Das Ende naht

Leider scheint es aber auch Dinge zu geben, die der knapp bemessenen Produktionszeit zum Opfer gefallen sind. So sitzen in einer Welt eine Reihe Vögel herum, die sich nicht bewegen und daher wie ausgestopft wirken. Die teilweise recht langen Zwischensequenzen lassen sich leider nicht überspringen. Wir sehr das auf den Spielspaß drückt und wie der Gesamteindruck ist, den der Abschluss der Myst-Serie abgibt werden wir wissen, wenn die Verkaufsversion bei uns ankommt. Bis jetzt sieht es jedenfalls so aus, als würden alle Myst-Fans noch mal ein "richtiges" Myst erwarten können, das äußerst hübsch aussieht und trotz 3D-Engine der Serie gerecht wird.

Myst V Homepage
Sieht gut aus