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Sherlock Holmes: Der Silberne Ohrring

Vorschau

von  zeebee
13.08.2004
Sherlock Holmes: Der Silberne Ohrring

Worum geht es?

Sherlock Holmes, seines Zeichens Meisterdetektiv, und sein treuer Freund Dr. John Watson sind zu einer Geburtstagsfeier in das Haus von Sir Melvyn Bromsby eingeladen. Kaum eingetroffen wird Sir Bromsby auch bei seiner Willkommensrede erschossen und alle Indizien weisen auf seine Tochter. Nun liegt es an Holmes den wahren Täter zu finden.

So spielt es sich

Direkt nach dem Mord dürft ihr auch schon die Geschicke des Detektivs übernehmen und die Ermittlungen beginnen. Bereits in der ersten Minute werdet ihr mit dem Spielprinzip vertraut: Zeugen befragen und Beweise sammeln. Alle gefundenen Beweise landen im Inventory, welches sich durch die rechte Maustaste ein- und ausblenden lässt, und können z.B. dafür benutzt werden um Personen mit ihnen zu konfrontieren. Links neben dem Inventory findet sich Holmes Notizbuch, sämtliche Dialoge, gefundene Schriftstücke und Hinweise werden getrennt aufbewahrt und können jederzeit abgerufen werden. Die eingebauten Rätsel sind daher auch alle auf die Ermittlungen angepasst, ihr werdet keinen Hamster mit einem Swimmingpool benutzen müssen. Auch Undercovereinsätze seitens Holmes wird es im Spiel geben, sie sind aber nicht mit Actioneinlagen zu verwechseln.
Wenn man am Ende eines Tages, das Spiel umfasst fünf Tage, alle Ermittlungen abgeschlossen hat, begeben sich Holmes und Watson zur Baker Street um die Beweise zu untersuchen und alle Aussagen auszutauschen. Dort angekommen muss man mit Holmes die Beweise mit Hilfe seines Minilabors untersuchen. Merkwürdiges pulver erhitzen oder Stofffetzen auf die Beschaffenheit zu untersuchen gehören zu diesen Aufgaben. Bei diesen Aufgaben sagt Holmes allerdings schon vorher wie sie gemacht werden müssen, Chemiekenntnisse sind also nicht nötig. Nach der erfolgreichen Sichtung aller Beweise kommt eine Neuerung im Adventuregenre: das Quiz zum Abschluss eines Kapitels. Damit der Spieler für den nächsten Tag mit allen nötigen Informationen gewappnet ist, muss er Fragen mit Ja oder Nein beantworten und diese mit Informationen aus Holmes Notizbuch belegen. Die Fragen sind nicht sonderlich schwer da sie aus dem Spielegeschehen stammen, weiss man eine Antwort aber doch nicht kann man sie aus dem Notizbuch rauslesen. Ein älterer Spielstand ist nicht von Nöten.

Steuerung

Holmes, und auch Watson, werden mit der Maus gesteuert. Die Tastatur dient bei dem Spiel allenfalls als Staubfänger und muss nicht weiter beachtet werden. Mit einem Klick bewegt sich euer Charakter hoffentlich an die gewünschte Stelle und wenn sich der Couros in eine Hand verwandelt kann man an entsprechender Handeln. Jedoch sind die Hotspots teilweise sehr klein geraten, so dass sie leicht übersehen werden. Auch Stofffetzen und Haarreste, also wichtige Beweise, müssen mühsam auf dem Bildschirm gesucht werden. Holmes gibt manchmal zwar Hinweise wie dass "es nach Schiesspulver" riecht und man den Ort daher genaustens absuchen soll, aber eben nur manchmal. Auch die Wegfindung ist alles andere als optimal. Es erweist sich öfters als sehr schwer zur gewünschten Stelle zu gelangen, manchmal kommt Holmes auch nicht an einer Tür vorbei oder läuft einfach nicht weiter. Hoffentlich wird dieses Manko in der Vollversion nicht mehr zu finden sein.

Grafik

Im Gegensatz zum Vorgänger erwartet uns diesmal keine verwaschene Hintergrundsgrafik, sondern klare 3D Grafik die sehr schön anzusehen ist. Sämtliche Hintergründe sind sehr liebevoll in Szene gesetzt und erreichen teilweise Fotorealismus. Auch die Charaktere sind gut modelliert, die Mundbewegungen beim Sprechen überzeugen aber nicht. Ein paar Effekte wie Kantenglättung und Echtzeitschatten wird es auch geben, wenn der PC dafür nicht leistungsfähig genug ist kann man auch gut ohne sie auskommen. Es wird auch 30 min Film geben, 23 min alleine für die Endsequenz. Die Filmsequenzen sind im Stil der Spielgrafik um nicht die Atmosphäre zu zerstören sondern um die Geschichte besser weitererzählen zu können. Insgesamt hinterlässt die Grafik einen sehr guten Eindruck.

Sound und Musik

Für die musikalische Begleitung sorgen Stücker wie von Nicolo Paganini, eingespielt vom ukrainischen Symphonieorchester. Die Qualität ist sehr gut und unterstreicht die Atmosphäre des Spieles und die aktuellen Situationen.
Auch die (englische) Sprachausgabe ist sehr gelungen, Holmes und Watson sprechen im feinen Oxfordenglisch, betrukene Gehilfen lallen und Emotionen werden glaubhaft wiedergegeben. Für die deutsche Version wird sich wieder toneworx verantwortlich zeigen, die sich mit Vertonungen wie von Runaway oder Tony Tough einen sehr guten Ruf erarbeitet haben.

Ausblick

Die Mängel des ersten Spieles, z.B. oft sterben und schlechte Grafik, wurden beseitigt und die Atmosphäre des Spieles stimmt auch. Schon kurz nach dem Einstieg fühlt man sich in der Welt von Sherlock Holmes wohl und hat das Bedürfnis den mysteriösen Mord aufzuklären. Natürlich steht und fällt eine Krimiadventure mit der Geschichte und den Ermittlungsarbeiten des Spielers. Es bleibt abzuwarten wie Frogwares dies gelöst hat, wenn diese wichtigen Komponenten stimmen steht uns ein sehr gutes Adventure bevor.

Offizielle Seite Demo (englisch)
Sieht gut aus