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Belief & Betrayal - Das Medaillon des Judas

Vorschau

von  Jan "DasJan" Schneider
27.12.2006
Belief & Betrayal - Das Medaillon des Judas
Spätestens seit Dan Browns Sakrileg sind Kirchenverschwörungen in, so wie nach Jurassic Park Dinosaurier in waren oder nach Herr der Ringe Orks. In die Da-Vinci-Kerbe schlug im letzten Jahr bereits das Egoadventure The Secrets of Da Vinci – Das verbotene Manuskript von Kheops Studio, im kommenden Frühjahr wird noch konkreter das Genre der Kirchenverschwörungs-Thriller bedient. Dann nämlich veröffentlicht dtp Belief & Betrayal – Das Medaillon des Judas vom italienischen Studio Artematica, die zuletzt für Das Eulemberg-Experiment verantwortlich waren. Kurz vor Weihnachten hat uns dtp mit einigen Exklusivinfos versorgt, die wir in diesem Artikel zusammenfassen wollen.
Das Cover für den deutschen Markt.

Man stirbt nur zweimal

Jonathan Danter lebt in New York und schreibt dort für den Manhattan Mirror. Finanziell ist er zwar nicht auf Arbeit angewiesen, um sich nicht zu langweilen tingelt er aber trotzdem von Job zu Job. Im Moment findet er als Sensationsreporter seine Erfüllung.
Zumindest, bis der brutale Mord an seinem Onkel Frank, der wie eine Vaterfigur für seinen Neffen war, ihn aus seinem Alltag reißt. Jonathan hielt Frank Danter eigentlich schon seit 10 Jahren für tot, sodass die schockierende Nachricht umso überraschender kommt. Statt unter der Erde vor sich hin zu modern war Frank Mitglied der Vatikan-nahen Geheimorganisation „Das Legat“ geworden, die die Mysterien der Kirchengeschichte erforschen und bewahren möchte. Jetzt fällt plötzlich ein Mitglied nach dem anderen grausamen Ritualmorden zum Opfer, unter ihnen Frank.

Reale Schauplätze

Der Tod des Onkels führt Jonathan nach London, den Ort der Bluttat, wo er auf Katrin McKendal trifft, die ihn in die Arbeit des Legats einweiht. Zusammen kommen sie einem mysteriösen Artefakt auf die Spur, dessen Geschichte bis zur Zeit Jesu zurückreicht.
Dabei reisen die beiden quer durch Europa, zum Beispiel zur französischen Kathedrale Notre-Dame-de-Chartres. Das hochgothische Bauwerk ist nicht zuletzt wegen des großen, in den Boden des Mittelschiffs eingelassenen Labyrinthes bekannt. Auch Rom steht selbstredend auf der Reiseroute. Die Entwickler legen Wert darauf, dass reale Schauplätze wie der Petersdom, das Museum des Vatikans, das Nationaldenkmal für Viktor Emanuel II. oder das Pantheon möglichst originalgetreu nachgebildet wurden. Verfolgt werden die beiden Helden nicht nur von finsteren Sektenanhängern, sondern auch von der Polizei, die die beiden für Mörder hält.
Dunkle Gassen.

Das zweite Inventar

Spielerisch bietet Artematica wie schon in ihrem letzten Spiel klassisches Point & Click. Steuern lassen sich dabei beide Hauptdarsteller, die sich auch gegenseitig helfen können. In einer Szene durchsucht beispielsweise Jonathan das Büro seines Onkels, während Katrin nach einer Fluchtmöglichkeit Ausschau hält. Der Spieler darf währenddessen frei zwischen den beiden Figuren umschalten.
In einem Tagebuch kann man sich nicht nur die aktuelle Aufgabe anzeigen lassen, dort werden auch Ideen und Beobachtungen gesammelt. Diese lassen sich als eine Art zweites Inventar mit Gegenständen oder Personen kombinieren, um so Rätsel zu lösen. Mit einem Kommunikator ist es möglich, Textnachrichten oder Audio- und Videoschnipsel mit Mitgliedern des Legats auszutauschen.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch schwer, die Qualität des Titels zu beurteilen. Die Ansätze sind interessant, das Thema spannend, das letzte Adventure der Entwickler war aber durchaus verbesserungsfähig. Wer sich selbst einen Eindruck machen will, kann das bisher am besten mit der italienischen Demo, die die Entwickler bereits zum Download anbieten. Die deutsche Version soll am 16. Februar für sparsame 29,99 Euro erscheinen.

Homepage zum Spiel Homepage des Entwicklers
Sieht gut aus